Grünland

Feuchtwiese

 

Als Grünland bezeichnet man landwirtschaftliche Flächen, die im Gegensatz zu Acker aus Wiesen oder Weiden bestehen. Auf  Weiden können die Nutztiere das Gras und andere Kräuter im Sommer direkt fressen. Auf Wiesen wächst Gras, das gemäht wird, um daraus Heu oder Silage zu machen. Das Bergische Land hat sich zu einer fast reinen Grünlandregion entwickelt. Die Wiesen und Weiden dienen im Wesentlichen als Futtergrundlage für die Milchviehhaltung. Bei Grünland gibt es jedoch erheblich Unterschiede in der Ausprägung und Artenzusammensetzung. Je nach Boden und Gelände spielen nasse und trockene, steile und ebene Standorte eine wesentliche Rolle. Einige artenreiche Wiesen und Weiden werden durch Vertragsnaturschutz so bewirtschaftet, dass selten gewordene Tier- und Pflanzenarten wie der Aurorafalter besonders gefördert werden. 


Übrigens sind Wiesen keine natürlichen Lebensräume. Sie wurden über die Jahrhunderte vom Menschen geschaffen, damit er sein Vieh ernähren konnte. Gerade in trockenen Jahren bieten die feuchten Wiesen genügend Futter. Wiesen in der Aue sind meist nass und sumpfig und heißen deshalb „Feuchtwiesen“. Sie sind äußerst artenreich – hier gibt es viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. die Sumpfdotterblume. Feuchtwiesen müssen bewirtschaftet werden, damit sie nicht verbuschen. Auf ihnen wachsen nur Pflanzen, die sich an die Mahd angepasst haben und sich nach dem Schnitt wieder erholen. Durch die landwirtschaftliche Nutzung der letzten 50 Jahre sind nasse Wiesen selten geworden. Die wenigen verbliebenen Feuchtwiesen liegen oft nur noch kleinräumig zwischen den intensiver genutzten Wirtschaftswiesen. Dadurch ergibt sich ein artenreiches Mosaik in der Wupperaue. Viele Pflanzenarten der Wiese sind „Zeigerarten“ - ihr Vorkommen verrät, ob der Boden feucht oder trocken, nährstoffreich oder -arm ist. An nasse Böden angepasst sind vor allem Binsen und Seggen (Sauergräser) sowie verschiedene Kräuter.

 

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